Heizungsseitiger Anschluss System C
Die jeweiligen Anschlussgrößen den Geräteinformationen entnehmen.
Bei der Installation den Auslösedruck des verbauten Sicherheitsventils von 5,4 bar beachten!
Beim Füllen des Heizkreises die Frostschutzventile beachten! Das Gerät ist mit Frostschutzventilen im Heizkreis ausgestattet. Wenn das Gerät bei Außentemperaturen unter 4 °C gefüllt wird und kein Durchfluss vorhanden ist, kann es dazu kommen, dass das Heizwasser über die Frostschutzventile abgelassen wird. Daher beim Füllen des Heizkreises auf ausreichende Temperatur und Durchfluss des Heizwassers achten.
Leerrohre nach der Montage an der Wärmepumpe gasdicht verschließen.
Nach heizungsseitiger Installation die Heizungsanlage füllen, entlüften und abdrücken!
HINWEIS
Sachschäden durch Leckage des hydraulischen Kreises
Bei Leckage des hydraulischen Kreises kann es zu Sachschäden durch ausströmendes Wasser kommen.
▪ Die dauerhafte Dichtigkeit des gesamten hydraulischen Netzes sicherstellen.
HINWEIS
Sachschäden durch Verunreinigungen
Wird die Heizungsanlage nicht gespült, kann es durch Verunreinigungen, Reste von Dichtmaterial oder Ähnliches zu einer Beschädigung des Verflüssigers und damit zu einem Totalausfall kommen.
▪ Vor Anschluss der Wärmepumpe die Heizungsanlage ausreichend spülen.
HINWEIS
Sachschäden durch Fehlverteilung
Pumpenbaugruppen mit Rückschlagventilen sorgen für definierte Strömungsrichtungen.
▪ Bei Fehlverteilung oder einem Abriss des Volumenstroms diese Baugruppen, insbesondere die Rückschlagventile, überprüfen.
▪ Bei mehreren Heizkreisen oder Parallelschaltungen von Wärmepumpen zwingend Rückschlagventile vorsehen, um Fehlverteilungen zu vermeiden.
Anlage bei Außentemperaturen unter 4 °C füllen (Frostgefahr)
Vor dem Füllen der Anlage die Außentemperatur prüfen.Liegt diese unter 4 °C, besteht Frostgefahr. In diesem Fall sind die Frostschutzventile geöffnet.
Vorgehensweise bei Außentemperaturen unter 4 °C:
1. Die beiliegenden Schläuche (3 Stück) über die Frostschutzventile schieben.
2. Schlauch-Enden aus dem Gerät herausführen, damit austretendes Wasser sicher abgeleitet wird. w Bei geöffneten Frostschutzventilen läuft das Wasser automatisch über die Schläuche aus dem Gerät. So wird verhindert, dass Wasser im Gerät gefriert und Schäden verursacht.
3. Mit dem Befüllen der Anlage beginnen.
4. Während des Füllvorgangs regelmäßig die Wassertemperatur kontrollieren.
Wichtig: Ist das Wasser zu kalt, für Erwärmung, z. B. durch Vorwärmung oder Mischung mit wärmerem Wasser sorgen. Unterhalb von 4 °C sind die Frostschutzventile geöffnet.
Eine Wassertemperatur von mehr als 4 °C führt zum automatischen Schließen der Frostschutzventile.
5. Nach dem Befüllen die Schläuche wieder abziehen und aus der Wärmepumpe entfernen
Wasseranschluss umbauen
Der Wasseranschluss der Wärmepumpe kann bei Bedarf von einem Anschluss an der Rückseite des Geräts zu einem Anschluss unter dem Gerät geändert werden:
1.Deckelblech des Wasseranschlusskastens demontieren
3.Tüllen aus dem rückseitigen Verkleidungsblech entnehmen und in den Wasseranschlusskasten einsetzen.
5.Vorderes Blech des Wasseranschlusskastens demontieren.
6.Wasseranschluss der Wärmepumpe installieren.
2.Wasserverrohrung durch Öffnen der Verschraubung lösen
4.Wasserrohre nach unten in den Wasseranschlusskasten einführen und Schraubverbindung wieder schließen.
7.Wasseranschlusskasten wieder verschließen
8.Rückseitiges Verkleidungsblech mit dem Deckelblech des Wasseranschlusskastens verschließen.
9.Übrige Verkleidungsbleche der Wärmepumpe montieren.
Wasserqualität in Heizungsanlagen
HINWEIS
Sachschäden durch ungeeignetes Füll- und Ergänzungswasser
Ungeeignetes Füll- und Ergänzungswasser kann zu Ablagerungen und Korrosionsbildung führen. Dadurch können sich die Leistungswerte der Wärmepumpe verschlechtern oder Schäden an der Anlage entstehen.
Die Verantwortung für die Wasserqualität obliegt dem Anlagenerrichter.
Kein Frostschutzmittel (z. B. Wasser-Glykolgemisch) im Heizwasser verwenden! Die Heizungsanlage vor dem Füllen spülen. Das Füllwasser muss Trinkwasserqualität erfüllen sowie VDI 2035 entsprechen. Darüber hinaus müssen folgende Grenzwerte eingehalten werden:
Beurteilungsmerkmal | Einheit | Konzentrationsbereich |
|---|---|---|
elektrische Leitfähigkeit (salzhaltiger Betrieb) | µS/cm | 100 - 500 |
elektrische Leitfähigkeit (salzarmer Betrieb) | µS/cm | < 100 |
pH-Wert |
| 8,2 - 9,5 |
Gesamthärte | °dH | 3,5 - 8,4 |
Chloridionen (Cl- ) | mg/l oder ppm | < 20 |
Eisen (Fe) | mg/l oder ppm | < 0,2 |
Hydrogencarbonat/Sulfate (HCO3 - /SO4 2-) |
| > 1,0 |
Abfilterbare Stoffe | mg/l | < 30 |
Vor Füllung der Anlage bei den örtlichen Wasserwerken Informationen bezüglich der Trinkwasserqualität einholen. In vielen Regionen bieten die örtlichen Wasserwerke über die jeweilige Webseite eine Einsicht z. B. zur Wasserhärte, pH-Wert sowie eine Vielzahl weiterer Inhaltsstoffe.
HINWEIS
Die Wasserqualität 10 bis 12 Wochen nach Füllung / Inbetriebnahme überprüfen.
Die Füllwasserkonditionierung, Wasserqualität und Maßnahmen im Anlagenhandbuch dokumentieren.
Mindestheizwasserdurchsatz und Maximalheizwasserdurchsatz
Der Mindestheizwasserdurchsatz der Wärmepumpe muss in jedem Betriebszustand der Heizungsanlage sichergestellt werden, z. B. durch Installation eines doppelt-differenzdrucklosen Verteilers. Der Maximalvolumenstrom darf nicht überschritten werden. Den angegebenen Nenndurchfluss in jedem Betriebszustand gewährleisten. Ein eingebauter Durchflusssensor überwacht den notwendigen Mindestdurchfluss.
Frostschutz
Bei Wärmepumpenanlagen, an denen Frostfreiheit nicht gewährleistet werden kann, sollte eine Entleerungsmöglichkeit (siehe Bild) vorgesehen werden. Sofern Wärmepumpenmanager und Heizungsumwälzpumpe betriebsbereit sind, arbeitet die Frostschutzfunktion des Wärmepumpenmanagers. Bei Außerbetriebnahme der Wärmepumpe oder Stromausfall ist die Anlage zu entleeren. Das Gerät ist mit Frostschutzventilen im Heizkreis ausgestattet.
Das Gerät ist nicht für den Betrieb mit Glykol-Frostschutzmittel freigegeben!
Integration von Wärmepumpen in Bestandsanlagen (Sanierungsfälle)
Das vorhandene Wärmeverteilungsnetz (Rohrleitungsmaterialien, Verbindungsarten etc.) und die vorhandenen Heizflächen (z. B. Radiatoren, Fußbodenheizung etc.) können im Bestand Einfluss auf die Güte der Wasserbeschaffenheit haben. Insbesondere bei Verwendung von verschweißten Stahlrohren oder Rohren, die nicht sauerstoffdiffusionsdicht sind, können Ablagerungen, Verzunderungen, Verschlammungen oder ähnliches vorhanden sein, die in der Wärmepumpenanlage zu Schäden führen können. Dies kann bis zum Totalausfall der Wärmepumpe führen.
Um dies zu vermeiden, folgende Maßnahmen zwingend berücksichtigen:
• Einhaltung der Wasserbeschaffenheit und Wasserqualität
• Spülung der Hydraulikanlage
• Ist im Betrieb mit Verschmutzungen im Heizwasser zu rechnen, ist ein geeignetes Wartungsintervall des Schmutzfängers von einer fachkundigen Person festzulegen und einzuhalten.
• Ist im hydraulischen Netz mit Verschlammungen oder ferromagnetischen Partikeln zu rechnen, bauseits vor dem Eintritt des Mediums in die Wärmepumpe Schlammabscheider bzw. Magnetitabscheider vorsehen. Die Reinigungsintervalle sind von einer sach- und fachkundigen Person festzulegen.
• Sicherstellen, dass kein Sauerstoff in den Heizkreis der Wärmepumpe gelangt. Ist mit Sauerstoffeintrag zu rechnen, empfiehlt sich eine Trennung z. B. mittels Trenntauscher (Plattenwärmeübertrager).
Es gelten die allgemeinen Anforderungen an die Aufstellung für außen aufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpen:
Mindestheizwasserdurchsatz
Der Mindestheizwasserdurchsatz der Wärmepumpe ist in jedem Betriebszustand der Heizungsanlage sicherzustellen. Dieses kann z.B. durch Installation eines doppelt differenzdrucklosen Verteilers erreicht werden.
Anschluss Fernwärmerohr LA 2030CP
Empfehlung Dimplex
Mindestheizwasserdurchfluss: 2,0 m³/h
Maximaler Heiz-/Kühlwasserdurchfluss LA 2030CP: 3,0 m³/h
→ PE-Fernwärmeleitung: mind. DN32
Anschluss Fernwärmerohr LA 4060CP
Empfehlung Dimplex
Mindestheizwasserdurchfluss: 4,0 m³/h
Maximaler Heiz-/Kühlwasserdurchfluss LA 4060CP: 5,0 m³/h
→ PE-Fernwärmeleitung: mind. DN50
HINWEIS
Die angegebenen Dimensionen sind lediglich Empfehlungen. Bei der Installation müssen jedoch die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Die Entfernung zwischen dem Gebäude und der Wärmepumpe beeinflusst den Druckverlust und sollte sowohl bei der Auswahl der Umwälzpumpe als auch bei der Planung der Fernwärmeleitung berücksichtigt werden.