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Gewährleistung der Frostsicherheit

Gewährleistung der Frostsicherheit

Bei Wärmepumpen, die im Freien stehen oder mit Außenluft durchströmt werden, sind Maßnahmen zu ergreifen, um bei Stillstandszeiten oder Störungen ein Einfrieren des Heizungswassers in der Wärmepumpe zu verhindern.

Bei Unterschreitung eines Mindesttemperaturniveaus am Frostschutzfühler (Vorlauffühler) der Wärmepumpe werden automatisch die Heizungs- und Zusatzumwälzpumpen aktiviert, um die Frostsicherheit zu gewährleisten.

Bei monoenergetischen oder bivalenten Anlagen wird bei Wärmepumpen-Störungen der zweite Wärmeerzeuger freigegeben um die Frostsicherheit zu gewährleisten.

ACHTUNG
Bei Heizungsanlagen mit Sperrzeiten der Energieversorgungsunternehmen (EVU) muss die Versorgungsleitung für den Wärmepumpenmanager an Dauerspannung (L/N/PE~230 V, 50 Hz) liegen und ist aus diesem Grund vor dem EVU-Sperrschütz abzugreifen bzw. an den Haushaltsstrom anzuschließen.

ACHTUNG
Zur Gewährleistung der Frostschutzfunktion der Wärmepumpe darf der Wärmepumpenmanager nicht spannungsfrei geschaltet und die Wärmepumpe muss durchströmt werden.

Frostschutz mittels Wasser-Glykol-Gemisch

HINWEIS
Aufgrund des verbauten Durchflusssensors darf die Wärmepumpe auf der Heizungsseite nicht mit einem Wasser-Glykol-Gemisch betrieben werden.

Bei Wärmepumpenanlagen, bei denen ein Stromausfall nicht erkannt werden kann (z. B. in einem Ferienhaus), kann das Heizsystem bei Wärmepumpen mit Durchflussschalter mit einem Wasser-Glykol-Gemisch befüllt werden.

Bei Wärmepumpen mit Durchflusssensor und digitaler Volumenstrommessung ist der Betrieb mit Wasser-Glykol-Gemisch hingegen nicht zulässig. In diesem Fall muss das Heizsystem mit einem geeigneten Zwischen-Wärmetauscher ausgestattet werden. Die Sekundärseite ((1) Heizungssystem) kann mit einem Wasser-Glykol-Gemisch befüllt werden, während die Primärseite ((2) zwischen Wärmepumpe und Wärmetauscher) mit Heizungswasser gefüllt und mit einer geeigneten automatischen Entleerung (3) versehen sein muss.

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(1) Wasser-Glykol-Gemisch (2) Heizungswasser (3) Automatische Entleerung

HINWEIS
Online angebundene Wärmepumpen bieten die Möglichkeit Störungen über die Dimplex Home App per E-Mail oder Push-Benachrichtigung zu melden. Zusätzlich kann auch eine Benachrichtigung erfolgen, wenn die Anlage z.B. aufgrund eines Stromausfalls mehr als 2 Stunden offline ist.

In dauerhaft bewohnten Gebäuden wird der Einsatz von Frostschutzmitteln im Heizwasser nicht empfohlen, da die Frostsicherheit über die Regelung der Wärmepumpe weitestgehend sichergestellt wird und das Frostschutzmittel die Effizienz des Heizungssystems verschlechtert.

HINWEIS
Wird das Heizsystem mit einen Wasser-Glykol-Gemisch mit einem Glykolanteil von 25% betrieben, verschlechtert sich die Effizienz beim Heizen und Kühlen um ca. 15%.

Manuelle Entleerung

Abbildung: Schaltbild für die Installation von frostgefährdeten Wärmepumpen

Bei Wärmepumpen, die frostgefährdet aufgestellt sind, ist eine manuelle Entleerung vorzusehen. Bei Außerbetriebnahme der Wärmepumpe oder bei Stromausfall ist die Wärmepumpe und die Heizwasserverbindungsleitung (Vor- und Rücklauf) zu entleeren und ggfs. auszublasen.

ACHTUNG
Die hydraulische Einbindung muss so erfolgen, dass die Wärmepumpe – und somit die integrierten Fühler – auch bei Sondereinbindungen oder bivalentem Betrieb immer durchströmt werden.

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